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Schweizer KMU unterschätzen Potenzial der Digitalisierung

28.12.2018 von Stephan Isenschmid

Gemäss einer Umfrage von EY spielen digitale Technologien bei fast jedem zweiten KMU (45 Prozent) für das eigene Geschäftsmodell eine mittelgrosse bis sehr grosse Rolle. Für die restlichen der befragten Unternehmen mit einer Anzahl Mitarbeitender zwischen 30 und 2000 spielen die digitalen Technologien kaum oder überhaupt keine Rolle. 

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Für Unternehmen mit Umsätzen über 100 Millionen CHF ist die Digitalisierung stärker in das Geschäftsmodell integriert. Eine geringe Bedeutung hat das Thema für Firmen aus der Baubranche und dem Handel, wichtiger ist es für Dienstleister und Life-Science-Unternehmen.

«Die Digitalisierung führt zu einem grundlegenden Wandel ganzer Branchen und Unternehmensprozesse. Diese Erkenntnis setzt sich langsam auch bei den Verantwortlichen mittelständischer Unternehmen durch. Die Resultate der Umfrage deuten aber darauf hin, dass viele die vierte industrielle Revolution noch unterschätzen», erläutert Bruno Chiomento, CEO des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

Kundenbeziehungen im Vordergrund

Befragt nach den Einsatzmöglichkeiten der neuen digitalen Technologien benennen 68 Prozent der Unternehmen, bei denen die Digitalisierung eine Rolle spielt, die Beziehung zu den Kunden. Die Antworten lassen darauf schliessen, dass die Unternehmen vor allem gesteigerte Effizienz und verbesserte Abläufe im Visier haben. «Sie sehen in den digitalen Technologien Instrumente, um schneller ans Ziel zu gelangen. Die Digitalisierung hat aber das Potenzial, Geschäftsmodelle grundlegend zu verändern. Dank digitaler Technologien entstehen neue Dienstleistungen als auch Kundenbeziehungen in einer stark verbesserten Qualität», erläutert Marcus Rübsamen, Partner Advisory Services bei EY.

Nur gerade für jedes zwanzigste Unternehmen spielen digitale Technologien in der Administration eine bedeutende Rolle. «Gerade im administrativen Bereich lassen sich mit digitalen Technologien im klassischen Sinne viele Prozesse automatisieren. Die Digitalisierung wird die Berufsbilder gerade im kaufmännischen Bereich mittelfristig grundlegend umwälzen und viele administrative Arbeiten werden automatisiert. Nicht zu vernachlässigen sind auch Einsparungen bei den Prozessen in der Lieferkette», ist Rübsamen überzeugt.

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Themen: Digitalisierung, Leadership, Führungskraft

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